Reisebedingungen für Pauschalangebote

Liebe Gäste und Interessenten,
auf dieser Website finden Sie attraktive Pauschalangebote in unserer Region. Die vorgestellten Pauschalarrangements werden teilweise vom Hohenlohe + Schwäbisch Hall Tourismus e. V. (nachfolgend mit "HST" abgekürzt), teilweise von anderen Anbietern unserer Region organisiert, wobei der jeweilige Anbieter als Reiseveranstalter auftritt.

Die nachfolgenden Reisebedingungen, um deren aufmerksame Lektüre wir Sie bitten, sollen das Rechtsverhältnis zwischen Ihnen (nachfolgend als "Sie" oder "Kunde" bezeichnet) und dem jeweiligen Reiseveranstalter (nachfolgend mit RV abgekürzt) im Rahmen der geltenden gesetzlichen Bestimmungen klar regeln und Sie über wichtige Vertragsgrundlagen informieren.

Vorab 2 wichtige Informationen:
Reiseveranstalter (oder Vermittler touristischer Leistungen) sind derzeit gesetzlich nicht verpflichtet, an außergerichtlichen Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen. Ob Ihr jeweiliger RV (oder ein betroffener Vermittler) zur freiwilligen Teilnahme an einem solchen Streitbeilegungsverfahren bereit ist, wird individuell nach Entstehen einer Streitigkeit entschieden.

Ein Widerrufsrecht nach §§ 312 ff. BGB besteht für Reiseverträge nur dann, wenn diese Verträge außerhalb von Geschäftsräumen (z. B. bei Ihnen zu Hause) geschlossen worden sind, auch in diesem Fall nur, wenn die entsprechenden mündlichen Verhandlungen nicht auf vorhergehender (Ein-)Bestellung durch Sie als Verbraucher/in geführt wurden. Ansonsten gelten die gesetzlichen Rücktritts- und Kündigungsregelungen (vgl. Ziffer 12 sowie auch Ziffer 5 und Ziffer 7 der nachfolgenden Reisebedingungen).

1.    Reiseveranstalter, Stellung und Haftung von Reise- und Nebenleistungsvermittlern
 

1.1     Den jeweiligen Reiseveranstalter entnehmen Sie bitte den Anbieterangaben bei der jeweiligen Beschreibung, dieser wird auch in der Buchungsbestätigung ausdrücklich bezeichnet.


1.2    Soweit Reisebüros, Buchungsstellen oder Tourismusstellen (beispielsweise TGH oder HST) ausdrücklich in fremden Namen für einen Reiseveranstalter oder Nebenleistungsanbieter handeln, werden sie als Vermittler tätig. Der Vertrag über die Leistung selbst kommt zwischen dem Reiseveranstalter oder Nebenleistungsanbieter und dem Kunden direkt zustande.


1.3    Vermittler sind nur für die ordnungsgemäße Abwicklung der Vermittlung, nicht für die gebuchte Leistung selbst verantwortlich. Werden TGH oder HST als Vermittler tätig (z. B. bei der Beschaffung von Konzertkarten), ist ihre Haftung für fehlerhafte Vermittlung auf den dreifachen Preis der vermittelten Leistung beschränkt, soweit nicht Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit vorliegen oder Körperschäden betroffen sind.

 


2.    Vertragsschluss / Leistungen
 

2.1     Die Darstellung der Pauschalarrangements auf dieser Website ist im Rechtssinn noch kein Angebot auf Abschluss eines Vertrages, vgl. Ziffer 11.


2.2    Ihre Anmeldung zu einem der Pauschalarrangements, die keiner bestimmten Form bedarf, stellt rechtlich das Angebot auf Abschluss eines Reisevertrages dar, dieser kommt erst mit Zugang einer inhaltlich deckungsgleichen Reisebestätigung durch den RV zustande.

Geht eine bloße Interessensbekundung des Kunden voraus, verändern sich danach möglicherweise die Rollen bei der Abgabe der Vertragserklärungen, stets kommt ein Vertragsschluss aber nach der gesetzlichen Regelung erst in dem Zeitpunkt zustande, in dem deckungsgleiche Vertragserklärungen beider Seiten (Angebot und Annahme) vorliegen, wobei die Annahme rechtzeitig erfolgt sein muss.

Soweit im Angebot keine Frist oder Form angegeben ist, kann es innerhalb von sieben Tagen ab Zugang formlos angenommen werden.


2.3    Bei oder unmittelbar nach Vertragsschluss übersendet der RV dem Kunden den Sicherungsschein gemäß § 651 k des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB), soweit dieser erteilt werden muss, vgl. Ziffer 4.1.


2.4    Die vom RV geschuldeten Leistungen ergeben sich aus dem Inhalt der bei Vertragsabschluss gewechselten Dokumente bzw. Willenserklärungen in Verbindung mit der zugrunde liegenden Ausschreibung. Eventuelle besondere Vereinbarungen mit dem RV, die aus Beweisgründen in Textform getroffen werden sollen, gelten vorrangig.


2.5    Vermittler (vgl. Ziffer 1.2) sind nicht bevollmächtigt, vom Inhalt der Ausschreibungen, dieser Reisebedingungen oder der Reisebestätigung abweichende Zusicherungen oder Vereinbarungen vorzunehmen. Gleiches gilt für Personen, die im Rahmen der Vertragserfüllung tätig werden, ohne selbst Vertragspartei zu sein (Leistungsträger, z. B. Unterkunftsbetriebe).

 


3.    Datenschutz
 

3.1     Die auf Grund der Anmeldung erfassten Daten der Teilnehmer werden ausschließlich zur Abwicklung der Reise und zur Kundenbetreuung verwendet. Auf das Widerspruchsrecht nach § 28 Abs. 4 Bundesdatenschutzgesetz wird hingewiesen, kurze Mitteilung an die angegebene Anschrift des jeweiligen Anbieters genügt.

 


4.    Sicherungsschein / Anzahlung, Zahlung


4.1     Der Sicherungsschein nach 651 k BGB sichert die Rückzahlung des gezahlten Reisepreises und ab Reiseantritt zusätzlich notwendige Aufwendungen für die Rückreise ab, soweit Reiseleistungen in Folge von Zahlungsunfähigkeit oder Insolvenz des Reiseveranstalters ausfallen. Pauschalreisen, die nicht länger als 24 Stunden dauern, keine Übernachtung einschließen und deren Reisepreis 75,00 € pro Person nicht übersteigt, sind gesetzlich von der Sicherungsscheinpflicht ausgenommen.


4.2     Alle im folgenden genannten Zahlungen sind vor Reiseende nur fällig, soweit ein gesetzlich vorgeschriebener Sicherungsschein ausgehändigt wurde. Mit Vertragsschluss (vgl. Ziffer 2.2) ist eine Anzahlung zu leisten. Soweit im Einzelfall nichts anderes vereinbart wurde, beträgt die Anzahlung 10 % des Reisepreises. Die Restzahlung ist, falls keine besondere Vereinbarung getroffen wurde, drei Wochen vor Reisebeginn fällig.

 


5.    Rücktritt durch den Kunden / Umbuchung
 

5.1     Der Kunde kann gemäß § 651 i BGB jederzeit von der Reise zurücktreten, der RV hat im Fall des Rücktritts jedoch einen gesetzlichen Anspruch auf angemessene Entschädigung nach § 651 i BGB. Bis zum Versand der Stornorechnung hat der RV ein Wahlrecht zwischen der konkret berechneten angemessenen Entschädigung nach § 651 i Abs. 2 BGB und der Abrechnung nach den hierfür in Ziffer 5.2 angegebenen Pauschalen. Die einmal getroffene Wahl kann der RV nur mit Einverständnis des Kunden ändern. Zu Versicherungsmöglichkeiten des Kunden vgl. Ziffer 9.


5.2    Für eine pauschale Entschädigung bei Rücktritt (vgl. Ziffer 5.1) gilt die nachfolgende Staffelung. Maßgeblich ist in dieser der Zeitpunkt des Eingangs der Rücktrittserklärung beim RV:


bis einschließlich 31. Tag vor Reisebeginn 10 % des Reisepreises
vom 30. bis einschließlich 21. Tag vor Reisebeginn 20 % des Reisepreises
vom 20. bis einschließlich 12. Tag vor Reisebeginn 40 % des Reisepreises
vom 11. bis einschließlich 4. Tag vor Reisebeginn 60 % des Reisepreises
ab dem 3. Tag vor Reisebeginn 90 % des Reisepreises

Dem Kunden bleibt es freigestellt, nachzuweisen, dass nach § 651 i Abs. 2 BGB kein oder ein wesentlich geringerer Entschädigungsanspruch als die geforderte Pauschale entstanden ist.


5.3    Bis zum Reisebeginn kann der Kunde verlangen, dass ein von ihm benannter Dritter in die Rechte und Pflichten aus dem Reisevertrag eintritt. Der RV kann dem Eintritt widersprechen, wenn der Dritte den besonderen Reiseerfordernissen nicht genügt oder seine Teilnahme gesetzliche Vorschriften oder behördliche Anordnungen entgegenstehen. Bei erfolgtem Eintritt haften Kunden und Dritter gemeinsam als Gesamtschuldner für den Reisepreis und die durch den Eintritt entstehenden Mehrkosten.


5.4    Ein Rechtsanspruch des Kunden auf Änderungen des Reisetermins, der Unterkunft, der Verpflegungsart oder sonstiger Leistungen nach Vertragsschluss (Umbuchungen) besteht nicht, grundsätzlich ist ein Rücktritt vom Reisevertrag und Neubuchung erforderlich. Bis einschließlich 31. Tag vor Reisebeginn können nach Absprache in vielen Fällen Umbuchungen gegen Zahlung eines Umbuchungsentgeltes von 15,00 € (zzgl. zu eventuellen Preisdifferenzen, die durch die geänderte Leistung entstehen) durchgeführt werden. Alle Umbuchungen setzen Verfügbarkeit der gewünschten Leistungen voraus.

 


6.            Rücktritt bei Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl
 

Ist in der Reiseausschreibung oder in sonstigen Unterlagen, die Vertragsinhalt geworden sind, eine Mindestteilnehmerzahl festgelegt, so kann der RV bis einschließlich des 22. Tags vor Reiseantritt vom Reisevertrag zurücktreten, falls die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht wird. Sie können in diesem Fall die Teilnahme an einer anderen Reise aus dem Angebot des RV verlangen, sofern diese ohne Mehrpreis vom RV angeboten werden kann.

 


7.    Obliegenheiten und Rechte des Reisenden bei mangelhafter Reise


7.1    Wird die Reise nicht vertragsgerecht erbracht, so kann Abhilfe verlangt werden. Der RV kann die Abhilfe verweigern, wenn sie unverhältnismäßigen Aufwand erfordert.

Leistet der RV nicht innerhalb einer ihm gesetzten angemessenen Frist die gebotene Abhilfe, so kann der Kunde selbst Abhilfe schaffen und Ersatz erforderlicher Aufwendungen verlangen. Die Fristsetzung ist unnötig, wenn Abhilfe verweigert wird oder sofortige Abhilfe durch ein besonderes Interesse geboten ist.

Für die Dauer einer nicht vertragsgemäßen Reiseleistung kann der Kunde einen Anspruch auf Herabsetzung des Reisepreises (Minderung) geltend machen. Dieser Anspruch entfällt, soweit der Mangel schuldhaft nicht angezeigt wurde.

Wird infolge eines Mangels die Reise erheblich beeinträchtigt oder ist deshalb die Reise oder ihre Fortsetzung aus wichtigem Grund nicht zumutbar, so kann vom Kunden im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen der Reisevertrag gekündigt werden. Zuvor ist eine angemessene Frist zur Abhilfe zu setzen. Die Fristsetzung ist unnötig, wenn Abhilfe unmöglich ist, vom RV verweigert wird oder die sofortige Kündigung des Vertrages durch ein besonderes Interesse gerechtfertigt ist.


7.2     Abhilfeverlangen und Mängelanzeigen sind, soweit möglich und zumutbar, an den RV direkt zu richten. Beachten Sie hierbei auch eine ggf. in den Reiseunterlagen angegebene Notrufnummer oder Ansprechadresse.

 


8.    Haftungsbeschränkungen für den RV


8.1     Die vertragliche Haftung des RV auf Schadenersatz für Schäden, die nicht Körperschäden sind, wird auf den dreifachen Reisepreis beschränkt, soweit
a.    ein Schaden weder grob fahrlässig noch vorsätzlich herbeigeführt wird oder
b.     der RV für einen entstehenden Schaden allein wegen eines Verschuldens eines Leistungsträgers einzustehen hat.


8.2     Die Haftung des RV auf Schadenersatz wegen unerlaubter Handlung wird, soweit sie nicht Körperschäden betrifft oder auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruht, auf den dreifachen Reisepreis des betroffenen Teilnehmers beschränkt.


8.3    Vermittelt der Reiseveranstalter außerhalb des Reisevertrags eine Leistung ausdrücklich in fremden Namen, so ist er nur für die ordnungsgemäße Abwicklung der Vermittlung, nicht für die vermittelte Leistung selbst verantwortlich. Seine Haftung für fehlerhafte Vermittlung wird auf den dreifachen Preis der vermittelten Leistung beschränkt, soweit weder ein Körperschaden vorliegt noch der Schaden grob fahrlässig oder vorsätzlich herbeigeführt wurde.

 


 9.     Versicherungen
 

Es empfiehlt sich der Abschluss einer Reiserücktrittskostenversicherung und einer Versicherung zur Deckung der Rückführungskosten bei Unfall oder Krankheit. Solche Versicherungen bietet z. B. die Europäische Reiseversicherungs-AG, Rosenheimer Straße 116, 81669 München.

 


10.    Anspruchstellung, Ausschlussfrist, Verjährung, Streitbeilegung


10.1     Vertragliche Ansprüche wegen völliger oder teilweise Nichterbringung oder mangelhafter Erbringung von Reiseleistungen müssen Sie innerhalb eines Monats nach der vertraglich vorgesehenen Beendigung der Reise dem RV gegenüber unter seiner angegebenen Adresse geltend machen. Nur bei unverschuldeter Fristversäumung ist eine Geltendmachung von Ansprüchen nach Fristablauf möglich.


10.2    Ihre in Ziffer 1 bezeichneten Ansprüche verjähren in einem Jahr, soweit nicht Ansprüche für Körperschäden oder Ansprüche, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen, betroffen sind. Solche vertraglichen Ansprüchen verjähren in zwei Jahren. Die Verjährung beginnt mit dem Tag, an dem die Reise dem Vertrag nach enden sollte.


10.3    Derzeit gibt es für Reiseveranstalter gesetzlich keine Verpflichtung, an außergerichtlichen Streitbeilegungsverfahren teilzunehmen. Ob Ihr jeweiliger RV zur freiwilligen Teilnahme an einem solchen Verfahren bereit ist, wird er individuell nach Entstehen einer Streitigkeit entscheiden und Ihnen mitteilen. Nach den gesetzlichen Vorschriften ist unabhängig davon der Link auf die Plattform der EU-Kommission zur online-Streitbeilegung anzugeben: http://ec.europa.eu/consumers/odr 

 


11.      Gültigkeit der Angaben in der Ausschreibung
 

Die Ausschreibung kann nur die zum Druck- bzw. Aktualisierungszeitpunkt feststehenden Gegebenheiten berücksichtigen und Druckfehler können leider auch bei größter Sorgfalt vorkommen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, wenn der RV den Vertragsschluss auf der Basis einer als unrichtig erkannten Angabe in der Beschreibung nicht vornimmt.

 


12.      Sonstiges
 

Es gelten ergänzend die gesetzlichen Bestimmungen, insbesondere die reisevertraglichen Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches, §§ 651 ff BGB (soweit deutsches Recht anwendbar ist).