• Hallia Venezia in Schwäbisch Hall am 19. Februar 2017 (Foto: HS-Tourismus)
  • Eine Tour mit dem Pedelec auf dem Kocher-Jagst-Radweg (Foto: Michael Schultz)
  • Wandern auf dem Jagststeig (Foto: Michael Schultz)
  • Die Großcomburg in Schwäbisch Hall (Foto: Reinhard Hölzl)
  • Der Blick vom Einkorn (Foto: Reinhard Hölzl)
  • Geislingen a. K. vor der imposanten Kochertalbrücke (Foto: Reinhard Hölzl)
  • Die Jugendherberge Schloss Rechenberg (Foto: Reinhard Hölzl)
  • Die Dächer von Schwäbisch Hall (Foto: Reinhard Hölzl)
  • Burg Tierberg bei Braunsbach (Foto: Reinhard Hölzl)
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Jüdische Kultur in Hohenlohe - Tauber

Juden lebten bereits im Mittelalter in Hohenlohe. Um 1550 wurden in der Region weitere Jüdische Bürger (z. B. bei den Herren von Stetten) aufgenommen. Viele Grundherren waren damit aber nicht einverstanden und deshalb wurden die Juden um 1580/81 zum Großteil wieder aus dem ländlichen Raum in Hohenlohe vertrieben.

Ab ca. 1850 zogen aus den umliegenden Dörfern viele jüdische Familien während einer Wanderbewegung in die nahen Städte Crailsheim, Gerabronn, Künzelsau, Schwäbisch Hall etc. da sie hier in der Gemeinschaft bessere wirtschaftliche Möglichkeiten erhofften. 1871 fand in der Kaiserzeit per Gesetz die rechtliche Gleichstellung, die sog. jüdische Emanzipation ihren Abschluss (Ergebnis der Einsicht, dass es für eine moderne Wirtschaftspolitik schädlich war, einer leistungsfähigen Bevölkerungsgruppe den freien Zugang zu allen Berufszweigen zu verweigern). Als Gegenreaktion entstand damals der moderne Antisemitismus der vor allem mit gesellschaftlich-wirtschaftlichen Argumenten und Vorurteilen unterlegt war. Zusammenlegung der Filialgemeinden folgten. Die jüdische Gemeinde in Künzelsau war beispielhaft 1876 eine Filialgemeinde und wurde Ende des 19. Jahrhunderts zur eigenständigen Jüdischen Gemeinde. Die jüdische Gemeinde in Künzelsau war beispielhaft gründete 1876 die Filialgemeinde Nagelsberg. Diese wurde Ende des 19. Jahrhunderts zu einer eigenständigen jüdischen Gemeinde. Damit gehörte sie zum Bezirksrabbinat Braunsbach, dessen Sitz 1914 mit Schwäbisch Hall zusammen gelegt wurde. 1934 mit der Pensionierung des Rabbiners Jakob Berlinger wurde das Rabbinat Braunsbach-Schwäbisch Hall aufgelöst.

Die jüdischen Familien, die hier hauptsächlich vom Handel lebten, waren ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Region des Kocher-, Tauber- und Jagsttals. Jüdische Gemeinden besaßen eigene Synagogen, Bäder, Religionsschulen und Friedhöfe in Hohenlohe. Die jüdische Präsenz war ein Teil des ländlichen Zusammenlebens, mit dem sich auch die christliche Bevölkerung identifizieren konnte. Dieses Ganze, die gemeinsame Kontakt-Kultur jüdisch-christlichen Alltags wird hier folgend noch heute sichtbar dargestellt. In drei Unterteilungen spüren wir der jüdischen Kultur in der Region Schwäbisch Hall-Hohenlohe nach.

Quelle: wikipedia, alemania judaeca, HFM-sha
  • Synagogen- / Betsaalvertäferlung bemalt von Eliezer Sussmann 1738/39. Ausgestellt im HFM in Schwäbisch Hall (Foto: Antje Kunz)
  • Jüdischer Friedhof in Crailsheim mit über 400 Grabstätten (Foto: Antje Kunz)
  • Rekonstruktion einer jüdischen Laubhütte von 1882 aus Öhringen (Foto: Antje Kunz)

 

 

Der Landkreis Schwäbisch Hall ist Teil der Genießerregion Hohenlohe mit Anschlüssen an die A6, A7 und A81. Die Kreisstädte Schwäbisch Hall und Crailsheim bilden die Zentren für die umliegenden 28 Gemeinden. Der Kocher-Jagst-Radweg ist mit 4 Sternen ADFC-klassifiziert und mit dem Kocher-Jagst-Trail wird derzeit ein Weitwanderweg gleicher Qualität geschaffen. Die Genießerregion Hohenlohe steht zudem für eine ausgezeichnete regionale Küche. Sympathieträger - geschmacklich und optisch - ist das Schwäbisch-Hällische Landschwein.