KZ-Gedenkstätte Schwäbisch Hall-Hessental

Seit 2001 erinnert die KZ-Gedenkstätte Hessental an die Existenz des dortigen KZ-Außenlagers. Von Oktober 1944 bis April 1945 waren hier ca. 800 vor allem polnische jüdische Männer inhaftiert und zur Sklavenarbeit auf dem Hessentaler Fliegerhorst, aber auch bei lokalen Betrieben, eingesetzt. Annähernd 200 von ihnen fielen den unmenschlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen, aber auch den Misshandlungen und Tötungen durch ihre Bewacher zum Opfer. Weitere ca. 150 Häftlinge starben auf dem "Hessentaler Todesmarsch".

Die KZ-Gedenkstätte dokumentiert am authentischen Ort die Geschichte des Lagers sowie die Arbeits- und Lebensbedingungen der Häftlinge. Ausgewählte Häftlings- und Täterbiografien vermitteln einen unmittelbaren, auch emotionalen Zugang zur Lebensrealität in einem NS-Arbeitslager der letzten Kriegsphase.

Besondere Qualität der Gedenkstätte:

  • Einziges Beispiel für die Existenz und Funktionsweise des NS-Lagersystems in Hohenlohe-Franken
  • Gelände der Gedenkstätte frei zugänglich
  • Umfangreiches Führungs- und pädagogisches Angebot für Besuchergruppen und Schulklassen (auf Anfrage)
    Nähere Informationen unter: www.kz-hessental.de 

Kontakt:
Folker Förtsch, Berlerweg 11, 74523 Schwäbisch Hall
Telefon: +49 791 857562, folker.foertsch@crailsheim.de