Fränkische Familie Vadder, Muader, Doud und Doudi mit ihren Kindern sind die Fränkische Familie

Wo es etwas zu feiern gibt darf "die Familie aus Crailsheim" nicht fehlen. Stets gut gelaunt strahlt die bis zu 80 Personen zählende Trachtengruppe mit ihrer Kapelle, den "Horaffia-Boosters", zwanglose Heiterkeit aus.

Die fränkisch-hohenlohische Sonntagstracht wurde Mitte des 19. Jahrhunderts getragen. Bei den Kleidern der Frauen und Mädchen beherrschen die Farben lila, dunkelgrün und dunkelblau das Bild. Röcke und Blusen wurden schlicht gehalten. Dennoch gab die Anzahl der Samtbänder am Rock den Reichtum der Trägerin zu erkennen. Die Kopfbedeckung der Männer nennt man Dreispitz (Schaufelhut). Bei freudigen Ereignissen, wie Taufe oder Hochzeit, wurde die Spitze nach vorn ausgerichtet. Bei traurigen Anlässen trug man die Spitze nach hinten. Zu den schwarzen und dunkelblauen Hosen wurden ein weißes Hemd, eine Weste und ein Gehrock sowie schwarze Schuhe getragen.

Die Großfamilie beim Sonntagsspaziergang setzt sich aus dem Vadder (Vater), der Muader (Mutter), dem Doud (Onkel), der Doudi (Tante) und jeweils deren Kindern zusammen. Bei öffentlichen Auftritten sind in der Regel 30 bis 40 Personen dabei. Das ganze Jahr über ist die Fränkische Familie im Einsatz. Sie bereichert beispielsweise zahlreiche Festzüge in nah und fern und war bereits in den Partnerstädten der Stadt Crailsheim, Worthington (USA) und Pamiers (Südfrankreich), zu Gast. Die stets gutgelaunte und freundliche Gruppe strahlt die zwanglose Heiterkeit einer Großfamilie am Sonntag aus. Den heimatgebundenen Höhepunkt bildet jedes Jahr das Fränkische Volksfest in Crailsheim.

Die Fränkische Familie aus Crailsheim mit ihren Horaffia Boosters