Qualitätsversprechen "Worauf Sie sich verlassen können!"

Essen und Trinken geschieht hierzulande so selbstverständlich wie das Ein- und Ausatmen. Mit einem wesentlichen Unterschied: die Luft gibt's umsonst. Doch stimmt das wirklich? Investieren wir nicht Geld und Zeit um in unserer Freizeit ins Grüne zu fahren, um besser durchatmen zu können? Denn gesunde Luft ist wie gesundes Essen: nährstoffhaltiger, gesundheitsfördernder und nicht zuletzt auch sinnlicher. Sinnlich, weil unsere Sinne die Qualität erkennen. Lange bevor der Gaumen den Geschmack beurteilt, sehen die Augen die Frische des Apfels, riecht die Nase den noch erdigen Geschmack der frisch geernteten Karotten, fühlen die Hände die Knackfrische im Salat. Dazu kommt der Verstand, der weiß, dass Tomaten im Winter keine regionalen Erzeugnisse sein können, weil das deutsche Klima anders tickt - Tomaten im Sommer, Äpfel im Herbst, Blaukraut im Winter, Rhabarber im Frühjahr. Damit Sie sich auch im Restaurant auf das Heimatversprechen der verwendeten Produkte verlassen können, erfahren Sie hier was hinter den verschiedenen Qualitätsversprechen tatsächlich steckt.


Schmeck den Süden "Qualität aus dem Ländle"

Über 300 Gastronomen im Ländle führen das "Schmeck den Süden" - Gütesiegel des Landes Baden-Württemberg. Das für vertrauensvollen regionalen Genuss steht.
Denn nur Gerichte, deren Rohstoffe nachweislich aus Baden-Württemberg stammen, dürfen als "Schmeck den Süden"-Gericht ausgezeichnet werden. Das heißt für Sie, alle Betriebe die mitmachen, kochen mit regionalen und naturbelassenen Produkten. Die Lebensmittel sind erntefrisch - was der Gaumen schmeckt und die Gesundheit dankt. Verlässlichkeit bietet ein regelmäßiges Kontrollsystem der Betriebe, denn nur was wirklich aus der Heimat kommt, darf auch so verkauft werden.

Bei drei Gerichten aus heimischen Produkten erhält der Gastronom einen Löwen, bei sechs Gerichten zwei Löwen, bereitet er 90 Prozent seines Angebots aus heimischen Produkten zu, erhält er als höchste Auszeichnung drei Löwen.

Bioland Restaurant "Bio in Topf und Kopf"

Das Gütesiegel "Bioland" steht für einen Bio-Anteil aller Lebensmittel im Bereich der Gastronomie von mindestens 70 Prozent. Um das umsetzen zu können, muss nicht nur die Küche Bio sein, sondern muss vor allem der Küchenchef Bio ticken.

Bei der Umstellung, der Suche nach den richtigen Lieferanten und dem Umdenken im Kopf unterstützt und begleitet Bioland die Betriebe mit viel Engagement. Denn hinter ihrem Markenzeichen verbirgt sich nicht nur ein feiner Geschmack durch eine kreative Kräuterküche, sondern auch Gesundheit für Körper, Heimat und Zukunft.

Slow Food "Gut - sauber - fair"

"Slow Food" gilt als Gegenbewegung zum globalisierten Fastfood. Entsprechend fördert Slow Food ein genussvolles, bewusstes und regionales Essen. Ihr Gründer, der Italiener Carlo Petrini, definierte 2006 die Grundbegriffe der "Slow-Food-Gastronomie" als: buono, pulito guisto - gut, sauber und fair. Gut im Sinne von gutem Geschmack, sauber im Sinne einer nachhaltigen Herstellung und fair im Sinne einer fairen Entlohnung derer, die an der Erzeugung von Lebensmitteln beteiligt sind.

Der Trendforscher Matthias Horx bezeichnete Slow Food als einen von 18 Trends, die das Leben von morgen auf dem Gebiet der Ernährung beeinflussen werden. Denn Slow Food stehe für Produkte mit authentischem Charakter (regional und saisonal), die auf traditionelle oder ursprüngliche Weise hergestellt und genossen werden. Damit würden sie den Menschen wieder mit Augen, Ohren, Mund und Händen an ihre Region binden.

Produkte, wie sie sich Slow Food wünscht, sind nach traditioneller handwerklicher Art hergestellt, sind frei von gentechnischen veränderten Rohstoffen, frei von Zusatz- und Aromastoffen, Hefeextrakten und synthetischen Zuckerstoffen.

Haus der Baden-Württemberger Weine "Heimische Tropfen"

Die Auszeichnung zertifiziert den teilnehmenden Betrieben Weinkompetenz und Engagement die heimischen Weinsorten zu fördern. Sie wird vom deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) Baden-Württemberg sowie von den Weinbauverbänden Baden und Württemberg verliehen und regelmäßig auf den Qualitätsstandard hin kontrolliert.

Exklusiv für die zertifizierten Betriebe wählt eine Jury einen "Wein des Monats" aus - ein besonderer heimischer Tropfen. Mal trocken, mal kräftig, fruchtig oder lieblich, rot, weiß, rose. So haben Sie als Gast die Möglichkeit über das Jahr verteilt, verschiedene heimische Sorten kennen zu lernen und zu verkosten.

Wild aus der Region

Beim Wildfleisch gibt es, wie bei anderen Fleischarten auch, Unterschiede. Stammt es aus der Region oder hat es womöglich schon lange Transportwege z. B. aus östlichen Ländern hinter sich gebracht und landet auf dem Teller, nur weil es im Einkauf ein paar Euro günstiger war. Um sicher zu sein das heimisches Wild auf den Tisch kommt, hat der Landesjagdverband das Herkunftszeichen "Wild aus der Region" vergeben.

Voraussetzung um dieses Herkunftszeichen zu erlangen ist die Verpflichtung des jeweiligen Betriebes, mindestens 90 % der angebotenen Produkte aus Reh- und Wildschweinfleisch aus heimischen Jagdrevieren im Umkreis von höchstens 100 Kilometern zu beziehen. Neben kurzen Transportwegen ist damit gewährleistet, dass der angebotene Rehbraten oder die Wildschweinwurst unter Beachtung strenger gesetzlicher Auflagen hinsichtlich Hygiene, Nachhaltigkeit und Tierschutz gewonnen wurde - Rückverfolgbarkeit inklusive.

Der Landesjagdverband sichert zu, dass bei der Gewinnung und Verarbeitung von Wild unter dem regionalen Herkunftszeichen hohe Standards eingehalten werden. Seit jeher gehört der verantwortungsbewusste und sorgfältige Umgang mit Wild als Lebensmittel zur Ausbildung eines jeden Jägers. Infolge neuer Lebensmittelhygienevorschriften haben sich viele Jäger in den vergangenen Jahren einer zusätzlichen Schulung unterzogen, um den hohen Ansprüchen zu genügen.

Sterneküche "Nicht der Prunk bekommt die Sterne, sondern ganz allein die Küchenleistung"

Der Köche Lob, sind zufriedene Gäste. Die immer wieder kommen, wenn die Küche schmeckt und das Ambiente stimmt. Der Köche Glanz aber sind die Auszeichnungen: Michelin-Sterne, Gault Millau-Kochmützen, Varta-Diamanten, Feinschmecker-Punkte, Aral-Kochlöffel und Gusto-Pfannen. Wer sie verteilt, der kennt sich aus. Und Kenner wissen: Baden-Württemberg ist Deutschlands Genießerland Nummer Eins. In keiner anderen Region Deutschlands gibt es so viele Sterne-Restaurants wie im Süden. Und Hohenlohe ist die erste offiziell ernannte Genießerregion des Landes.

Bis heute sind die Sterne, die der aus Frankreich stammende Hotel- und Restaurantführer Michelin seit 1966 auch in Deutschland verteilt, die größte Ehre für einen Koch. Sterne, die man nicht kaufen kann noch abonnieren. Die kommen und gehen. Die zu erlangen oft einfacher ist, als manch guter Koch denkt, und schwieriger, als viele schlechte Köche ahnen. 
Im "Roten Michelin" wurden 2019 zehn deutsche Restaurants mit drei Sternen ausgezeichnet, 38 mit zwei Sternen und 261 mit einem Stern. Wer glaubt dass sich hinter diesen Sternerestaurants ausschließlich piekfeine Luxustempel verbergen, der irrt - nicht die Häuser bekommen die Sterne, sondern ganz allein die Küchenleistung.