...im Herzen des Südens
Gastgeber suchen
 
infoservice/geniesserregion-hohenlohe/tradition-moderne/suchen_buchen/Search/ajaxfacets/?type=4833&tx_eberltomasbase_pi1%5Bformat%5D=json
infoservice/geniesserregion-hohenlohe/tradition-moderne/suchen_buchen/Search/ajaxsuggest/?type=4833&tx_eberltomasbase_pi1%5Bformat%5D=json

Bitte haben Sie einen Moment Geduld...

Tradition & Co.

Die Queen und Prinz Charles zu Gast in Langenburg, Fürst Philipp zu Hohenlohe-Langenburg mit Fürstin Saskia bei den Hochzeiten der Windsors in London –  überrascht? Das Fürstenhaus Hohenlohe ist schließlich ein angesehenes Mitglied des europäischen Hochadels. Und dennoch sind seine glanzvollsten Zeiten längst vorbei: Von den Stauferkaisern im Hochmittelalter bis 1802/1806: Da waren die Grafen und Fürsten von Hohenlohe Souverän eines eigenen (Klein-)Staats. Die zahlreichen Seitenlinien des Fürstenhauses manifestieren sich in den vielen Schlössern, Burgen und herrschaftlichen Gebäuden der Region – mit ihren gewichtigen Folgekosten. 

Bäuerliches Leben in Hohenlohe
Deshalb stehen die Fürsten bei den Reichsten ihrer Untertanen relativ häufig  in der Kreide. Denn die Hohenloher Großbauern, die ihre Ochsen zum Verkauf bis nach Paris treiben, sind wohlhabend, sehr wohlhabend. Schon ein Spaziergang im Hohenloher Freilandmuseum Wackershofen mit den stattlichen Bauernhöfen bringt es an den Tag. Der bäuerliche Wohlstand lockte außergewöhnlich viele Händler auf die regionalen Märkte. Daher ist die Muswiese in Rot am See, vor mehr als 570 Jahren ins Leben gerufen, der älteste und größte Jahrmarkt Hohenlohes. Das Fränkische Volksfest in Crailsheim, hinter dem Cannstatter Wasen inzwischen das zweitgrößte Baden-Württembergs, steht seit 174 Jahren auf dem Terminkalender der Region. Seit 1823 strömen die Hohenloher zum Öhringer Pferdemarkt. 

Festtagstracht
Die enormen Besucherzahlen und Umfragen bestätigen: Die Hohenloher lieben noch immer ihre traditionellen Feste und Märkte. Dagegen bleibt die Festtagstracht der Hohenloher Bauern kleineren Volkstanzgruppen vorbehalten. Ganz anders in der größten Hohenloher Stadt: Besonders intensiv zelebrieren die Haller Sieder in ihrer traditionellen Tracht im Großen und Kleinen Siedershof ihre große Vergangenheit - speziell beim Kuchen- und Brunnenfest an Pfingsten oder bei den Salztagen. Reiche Kaufleute und die Zünfte der Handwerker dominieren ab Beginn des 16. Jahrhunderts die Salzstadt am Kocher. Natürlich haben die nur dem Kaiser gehorchenden Haller Bürger eine höhere soziale Stellung als die benachbarten Untertanen der Fürsten. Ab 1802 bzw. 1806 sind alle Hohenloher gleich – als Untertanen des Königs von Württemberg, der sich mit Zustimmung Napoleons ganz Hohenlohe einverleibt. Dennoch der Stolz der selbstbewussten Haller auf ihre wunderschöne historische Stadt ist bis heute lebendig. 

Aber: Die Haller Nachbarn haben längst aufgeholt. Aus dem Bauernland Hohenlohe wird ab den 60er Jahren schrittweise die Region der Weltmarktführer – mit sicheren Arbeitsplätzen, Aufstiegschancen in schnell wachsenden Betrieben, heiler Natur und einem Kulturangebot, von dem viele größere Städte nur träumen können.

  • Pferdemarkt Gaildorf (Foto: Hanne Brütting)
  • Prinz Charles zu Gast in Langenburg (Foto: Ralf Reichert, Hohenloher Zeitung)
  • Haller Sieder beim Kuchen- und Brunnenfest (Foto: Hanne Brütting)
  • Fränkisches Volksfest in Crailsheim (Foto: Stadt Crailsheim)