Kulturwanderweg Jagst- 5. Etappe

Wanderung

Grenzsteine und grandiose Ausblicke ins Tal der Jagst

Befestigte Wege führen aus Westernhausen und wechseln immer wieder – passend zur Landschaft – von geschotterten Wegen über Felder zu unbefestigten natürlichen Wegen durch den Wald.

Beste Jahreszeit
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Kondition
2 von 6
Schwierigkeit
1 von 6
Technik
2 von 6
Erlebnis
3 von 6
Landschaft
3 von 6
Etappentour kulturell / historisch
Startpunkt der Tour:

Westernhausen

Zielpunkt der Tour:

Krautheim

Auch bei dieser Etappe von Westernhausen bis Krautheim sind die „historischen Grenzen“ ständige Begleiter. Und früher waren diese auch echte Verkehrsbehinderungen… Bevor Sie starten, werfen Sie einen Blick auf das Wehr der Jagst, dahinter ist wichtiger Lebensraum zahlreicher Fischarten. Und wenn Sie Zeit haben, schauen Sie in Aschhausen vorbei: Aus der Ritterburg und einem barocken Sommersitz der Schöntaler Äbte wurde im Mittelalter das Schloss der Reichsgrafen von Zeppelin. Auf dem Weg ab Westernhausen liegt über der Jagst das kleine Dorf Winzenhofen – einst der äußerste Zipfel des badischen Kreises Buchen.

 Noch vor einem halben Jahrhundert mussten die Bauern hier ihre hochbeladenen Rinder wagen durch eine Furt der Jagst bringen – dort, wo Sie heute von Ihrem Wanderweg auf die (stillgelegte) Eisenbahnbrücke schauen. Die Winzenhofener Sage vom „Schatz im See“ ist ein Gleichnis dafür, dass jeder Erfolg stets Arbeit und Mühe voraussetzt.
Bevor Sie in Marlach die Jagst überqueren: Am Ufer des Sindelbachs steht die stattliche Kirche zum Heiligen Georg.
Die Heiligkreuz-Kapelle in Altdorf schaut bis ins 14. Jh. zurück; und vielleicht kommen Sie ja gerade rechtzeitig zum historischen Georgsritt durch Feld und Flur. Gommersdorf ist der nächste Ort auf Ihrer Tour; hier kommen Sie der Jagst wieder ganz „nahe“: 50 m über der Jagst am Prallhang verläuft der Weg bis Sie schließlich das Etappenziel erreichen: Krautheim mit der Burg hoch über dem Fluss und dem alten Dorf in der Talaue. Und hier werden Sie dann wieder einem alten Bekannten begegnen: Dem Reichsritter Götz von Ber lichingen, der mit der „Eisernern Hand“…

 Grenzen“ sind auch hier das Etappen-Thema. Besonders eindrücklich und für lange Zeit eine ärgerliche und zeitraubende „Verkehrs-Behinderung” war der Wegesprung von etwa zehn Metern direkt an der Gemarkungsgrenze von Gommersdorf.
Da der Weg nicht durchgängig, sondern seitlich versetzt ist, mussten früher die Zugtiere der Fuhrwerke ausgespannt werden, um die Karren dann mit Muskelkraft auf der Vorderachse drehen zu können. Jetzt mussten die Tiere wieder eingespannt werden, damit der Transport fortge setzt werden konnte. Bei diesem Weghandelt es sich lediglich um einen reinen Wirtschaftsweg, der nie als Ortsverbindungsweg fungierte. Heute können Sie als „Grenzgänger“
diese kleine Umleitung – und lustige kommunale Frotzelei – mit Humor nehmen. Fazit: Grenzen sind nicht nur schöne „Steine“, wie dieser,der Baden von Württemberg trennt. Bevor Sie Ihr Etappen-Ziel Krautheim mit seiner Burg vor sich sehen, geht es in halber Höhe – mit weitem Blick ins Tal der Jagst – vorbei am schroffen Steilhang von Gommersdorf hinunter zum Fluss.

Sie können sich ein bisschen mit praktischer Geologie beschäftigen: Der Muschelkalk entstand vor ca. 240 Millionen Jahren und spielt im Gebiet eine wichtige Rolle. Zum Beispiel für den Wein: Dieser Boden erwärmt sich zwar langsam, gibt aber nach heißen Tagen dann gleichmäßig die ganze Nacht Wärme an die Reben ab. Entdecker finden im Urgestein viele Fossilien. Krautheim: Unten im Tal liegt Altkrautheim, um die schon weithin sichtbare Burg drängt sich Bergkrautheim – wieder eine Grenze: Altkrautheim württembergisch, Krautheim badisch. Ja, das historische Krautheim hat zwei Wurzeln – bäuerlich-bürgerliche links und ritterliche (12. Jh.) rechts der Jagst. Hier treffen Sie wieder einmal auf den Götz von Berlichingen, der 1516 die Burg belagerte, die vom Kurmainzer und „Erzfeind“ Amtmann Max Stumpf erfolgreich verteidigt wurde.



Weitere Tourendetails
Schwierigkeit leicht
Länge 9,5 km
Aufstieg 200 m
Abstieg 191 m
Dauer 1h 59´
Niedrigster Punkt 217 m
Höchster Punkt 282 m
Download:

Die Tour wird präsentiert von: Touristikgemeinschaft Hohenlohe

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