JuheTour: Von Jugendherberge zu Jugendherberge

Radfahren

Sehr abwechslungsreiche und teilweise bergige Radtour. Waldreiche Wegabschnitte durch die Limpurger Berge und das Naturschutzgebiet „Oberes Bühlertal“. Im nordöstlichen Teil der Ellwanger Berge vorbei an Seen, Weihern und naturnahen Bachläufen. Durch das Rotbachtal und entlang der bayerischen Grenze führt die Tour in die Wäldergemeinden Kreßberg und über den Höhenzug der Crailsheimer Hardt gelangt man auf die ebenen und offenen Hochflächen der Hohenloher Ebene, deren Landschaftsbild durch viele kleine Dörfer, Wiesen und Felder bestimmt wird.

Diese abwechslungsreiche, sportlich recht anspruchsvolle Tour durch den Osten des Kreises Schwäbisch Hall und mit Abstechern ins Fränkische bietet viele Möglichkeiten:

  • Eine südliche Runde, von Schwäbisch Hall ausgehend, mit längeren Waldpassagen und einigen kräftigen Anstiegen und Abfahrten lässt sich flott in etwa 1 ½ Tagen „erledigen“. Wer lieber gemütlich-genüsslich 3 Tage hier verbringt, sieht mehr von allem unterwegs.
  • Die Abkürzungsachse für diese Variante verläuft von Marktlustenau über Crailsheim nach Ilshofen-Eckartshausen genau von Ost nach West.
  • Wer die gesamte Tour angeht, hängt noch nördlich eine unten „offene Acht“ an. Die Route durchmisst vor allem die sanft bis mäßig gewellte offene Landschaft der Hohenloher Ebene und bindet so sehenswerte Städte wie Rothenburg o. d. Tauber und Städtchen wie Kirchberg a. d. Jagst, Ilshofen und Vellberg ein.
  • Alles zusammen lässt sich dank vieler kultureller Anziehungspunkte und oft bis weit in den Herbst guter Bademöglichkeiten auf knapp eine Woche ausdehnen.
  • Mithilfe der Bahnlinien lässt sich die Tour bei Bedarf oder „Sauwetter“ von überall verkürzen.
  • Zum Namen der Tour: Von einer Jugendherberge des Deutschen Jugendherbergswerks/ DJH zur nächsten zu fahren, ist mit der jüngsten Schließung der urigen Herberge in Stimpfach-Rechenberg zwar etwas erschwert, doch es wurde dafür die privat geführte in Kirchberg an der Jagst in die abgeänderte Route eingeschlossen. Tipp: immer voranmelden, ob in der Juhe Schwäbisch Hall oder Rothenburg.

 

Beste Jahreszeit
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Kondition
4 von 6
Schwierigkeit
2 von 6
Technik
2 von 6
Erlebnis
4 von 6
Landschaft
5 von 6
aussichtsreich Rundtour Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch
Startpunkt der Tour:

Schwäbisch Hall

Zielpunkt der Tour:

Schwäbisch Hall

Schwäbisch Hall - Michelbach an der Bilz - Bühlerzell - Orrotsee - Jagstzell - Rechenberg - Fichtenau - Marktlustenau - Ellrichshausen - Wallhausen - Rot am See - Wiesenbach - Gammesfeld - Leuzenbronn - Rothenburg ob der Tauber - Schrozberg - Blaufelden - Rot am See - Kirchberg/Jagst - Ilshofen - Großaltdorf - Vellberg - Sulzdorf - Hessental - Schwäbisch Hall

 

Die Tour beginnt in Schwäbisch Hall (Juhe) in der Altstadt (1) überm Kocher, folgt dem Fluss ein Stück aufwärts. In Steinbach wird das Tal steil aufwärts verlassen: erst zur Kleincomburg, dann nach Michelbach/Bilz am Fuß der Limpurger Berge. Auf diesen bewaldeten Höhenzug hinauf wird es wieder steil, doch dann oben auf der „Kohlenstraße“ zieht sich die Route nur noch gewellt hin. Vorbei an manchem großen Windrad, einmal kurz ins Klingenbachtal, dann deutlich abwärts über Geifertshofen ist Bühlerzell schnell erreicht. Und damit eines der ursprünglichsten Täler im weiten Umkreis: das der Bühler (2). Wir folgen dem Flüsschen aufwärts, biegen erneut ab und erklimmen über Schönbronn die teils offene, teils weithin bewaldete Landschaft der Ellwanger Berge.

Noch ein idyllisches Tal, der Oberlauf der Blinden Rot, lässt sich kurz verfolgen, ehe mit einem nicht allzu steilen Anstieg bald Hohenberg in Sicht kommt. Ein Abstecher zur Kirche auf dem Berg (3) lohnt, für alle, die gute Aussicht und farbenfrohe, moderne Kirchenfenster mögen. Sieger Köder hat sie erschaffen, der lange Jahre als Pfarrer und Kunsterzieher wirkte.

Es folgen manche Bademöglichkeiten: Orrotsee (4) zuerst, die Jagst bei Schweighausen eignet sich eher nicht dazu, danach folgt die Tour bis Rechenberg und ein Stück weiter dem Rotbach, in dem sich zumindest heiße Füße kühlen lassen. Etwas weiter aufwärts sind wir im Gebiet der Wäldergemeinde Fichtenau angekommen: Matzenbach, Wildenstein (5, häufig Kunst-Ausstellungen im Rathaus) und sommerlich einladend der See von Lautenbach.

Kurz darauf bewegen wir uns ein paar Kilometer das erste Mal im Freistaat Bayern, genauer in Mittelfranken. Viele Fischweiher wurden dort angelegt, aber auch in der angrenzenden Wäldergemeinde Kreßberg. So bei Marktlustenau und bei Mariäkappel auf dem nördlichen Ende des Höhenzugs der Crailsheimer Hart, was für die Route eine weitere, aber nur kurze Steigung bedeutet.

Wer hier die Abkürzung wählt, erreicht mit einer idyllischen Passage durch Felder, Wiesen und Wald bald Crailsheim, die prosperierende „Stadt der Türme“ an der Jagst (6), zugleich wichtiger Bahnknoten. Weiter in Richtung Westen bis Eckartshausen (Bahnhalt) geht es erst entlang der Straße, doch bald immer ruhiger auf Nebenwegen, bis zum Anschluss an die große, komplette Tour.

Die folgenden Kilometer kosten Teile der Hohenloher Ebene aus: nicht ganz flach, nur mäßig gewellt, viele Felder, Wiesen, wenig Wald, dafür oft ein weiter Blick. Wallhausen – mit seinem Naturbad, Rot am See (7)  – im Oktober „brummt’s“ in Musdorf auf der Muswies, dann Wiesenbach und Gammesfeld sind die weiteren Stationen. Erneut ein paar Kilometer in Franken bringen uns Rothenburg ob der Tauber (8) sehr nahe, doch das „ob der“ ist ernst zu nehmen: am Vorbach bergab, ein Stück im tief eingeschnittenen, gewundenen Taubertal, und dann steil aufwärts in die stark gefragte, viel besuchte Stadt (Juhe), Inbegriff für das Romantische Franken.

Zurück von dem Abstecher geht es erst über die offene Hohenloher Ebene, dann durch den Schorrenwald nach Schrozberg (9) mit seinem Schloss, Sitz der Stadtverwaltung. Die folgende Strecke erreicht schnell Blaufelden und bald wieder Rot am See, zweigt danach aber vom Hinweg ab. In Gaggstatt (10) steht eine Kirche im seltenen Jugendstil, und mit kräftiger Abfahrt (Jugendherberge) ins Jagsttal und ähnlichem Anstieg kommen Sie nach Kirchberg (11), dessen Schloss vor der Altstadt auf einem Bergsporn thront.

Weiter wellig, erst bis Ilshofen (12) mit seinem kleinen historischen Kern, danach länger entlang der Murrbahn und jetzt lässt uns das Bühlertal spüren, dass es tiefer geworden ist: Vellberg (13) hoch darüber wird gerne „kleines Rothenburg“ genannt – urteilen Sie selbst. Über Sulzdorf leitet die Route in die östlichen, noch wachsenden Stadtteile von Schwäbisch Hall zurück zum Ausgangspunkt.

Der Begriff Jugendherberge beschreibt umgangssprachlich eine preisgünstige, einfache Herberge. Im engeren Sinne bezeichnet er in Deutschland eine Unterkunft des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH). Entstanden sind Jugendherbergen ab Anfang des 20. Jahrhunderts im Zuge der Jugendbewegung als Unterkünfte für junge Menschen, Jugendgruppen und Schulklassen. Heute beherbergen sie Gäste jeden Alters. 

 

Jugendherberge Schwäbisch Hall

Jugendherberge Rothenburg ob der Tauber

Erlebnisherberge Kirchberg/Jagst

 

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Hohenlohe + Schwäbisch Hall Tourismus e.V.

Gebäude: Karl-Kurz-Straße 44

74523 Schwäbisch Hall

Tel. +49 (0) 791/755-7444

Parkleitsystem Schwäbisch Hall

Bahnhöfe in Schwäbisch Hall, Schwäbisch Hall-Hessental und Schrozberg Elektronische Fahrplanauskunft (www.efa-bw.de)



Weitere Tourendetails
Schwierigkeit mittel
Länge 203,6 km
Aufstieg 1384 m
Abstieg 1384 m
Dauer 14h 50´
Niedrigster Punkt 272 m
Höchster Punkt 530 m
Download:

Die Tour wird präsentiert von: Hohenlohe + Schwäbisch Hall Tourismus e.V.

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