"Eine tolle Tour"

600 Radler erleben Hohenlohe vom Drahtesel aus

Ob 70, 45, 30 oder 20 Kilometer - die Tour de Hohenlohe bot rund 600 Hobbyradlern sportliche Betätigung, herrliche Landschaft sowie regionale Verpflegung und machte so richtig Lust auf mehr Hohenlohe.

MICHAELA BUTZ

Landkreis "Ich fand die Tour toll, zum Glück waren da keine zu großen Berge" - so die 7-jährige Alina aus Oberspeltach, die zusammen mit ihren Eltern Francis und Markus Reichenwallner am Samstag die 30-Kilometer-Familientour ohne große Probleme meisterte. "Es ist beruhigend, dass niemand verloren gehen kann", ergänzt Francis Reichenwallner. Dafür sorgten unter anderem die ehrenamtlichen Streckenbegleiter vom SV Tüngental, die dem Tross voraus und hinterher radelten und so zum einen für Orientierung sorgten und zum anderen auf die Schlusslichter aufpassten. Wer aufgeben musste, wurde kurzerhand vom "Besenwagen" aufgesammelt.

 

Rund 400 Teilnehmer starteten am Samstagmorgen nach der Aufwärmgymnastik vom Volksfestplatz aus und fuhren zunächst gemeinsam im Pulk nach Stimpfach. Dort wurde am Feuerwehrmagazin die erste Pause eingelegt und die Radler mit Getränken versorgt. Dann trennte sich die 30- und 75-Kilometerstrecke. Während sich die sportlich Ambitionierteren in Richtung Bühlerzell und Vellberg aufmachten, ging die "Familientour" relativ gemütlich durch die hügelige, waldreiche und frühherbstliche Kulturlandschaft um Spielegert, Hummelsweiler, Gauchshausen und den Schimmelhof. Kuh- und Pferdeweiden säumten den Weg, aber auch ein Storchenpaar zeigte sich vom munteren Treiben auf der Strecke unbeeindruckt.

 

Nicht nur Eltern und Großeltern mit Kindern und Enkeln bildeten Grüppchen auf der Route, auch der große Trupp der Haller Stadtwerker hatte sich beispielsweise für die kürzere Strecke entschieden.

 

Während der Mittagspause in der Mainklinger "Eiche" wurde im Biergarten frisch gebackener Blootz gereicht. Auch an ein Bastelangebot für die Kleinen war gedacht. Im Angesicht der Regenwolken machten sich aber viele der Radler nach einer kürzeren Pause als geplant auf die Rückfahrt nach Crailsheim über Honhardt, Jagstheim und Altenmünster.

 

Bis gegen 18 Uhr hatte Petrus ein Einsehen und die Radler konnten auf dem Schweinemarktplatz mit kulinarischen Köstlichkeiten aus Hohenlohe feiern. Das Unterhaltungsprogramm, wie der Auftritt von Werner Pikulski, fiel dann aber größtenteils dem Regen zum Opfer. Die Bielrieter Falknerei bezog aber kurzerhand unter den Arkaden des Rathauses Stellung.

 

Nette Leute, optimales Wetter, schöne Strecke, gute Atmosphäre - Familie Reichenwallner zog ein absolut positives Fazit. Und während Alina den Sonntag bei ihrer Oma in Altenmünster verbringen sollte, wollten ihre Eltern wieder aufs Rad steigen. Sie lockte gestern die 45-Kilometer-Tour über Kirchberg, Rot am See und Wallhausen, zu der 200 Radler starteten. 

Ein Artikel aus dem Haller Tagblatt.