Hohenloher Freilandmuseum Wackershofen

Museum

Geschichte(n) vom wirklichen Leben auf dem Land

Freilichtmuseen wie das Hohenloher Freilandmuseum zeigen vorrangig ganz große Ausstellungsstücke, nämlich historische Gebäude. Sie unterscheiden sich damit ganz wesentlich von allen anderen Museumsgattungen. Wie kommen aber diese Häuser, Scheunen, Kapellen oder Werkstätten in das Museumsdorf nach Wackershofen? Rein technisch kann dies nur über Zerlegung in einzelne Teile funktionieren mit der so genannten Translozierung.

So hat es im Jahr 1979 auch in Wackershofen angefangen - Stein für Stein, Brett für Brett. Erhaltenswerte historische Bauteile werden nach wie vor mit Spezialmaschinen ins Freilandmuseum transpoiertiert. Das Ergebnis sind restaurierte Nachbauten aus teilweise originalen Balken und Quadern. Als Beispiel dafür stehen das Wohn-Stall-Haus aus Elzhausen oder die Handwerkerhäuser aus Oberrot. Die Transporttechnik wurde weiterentwickelt uns so gelang es schon Anfang der 1980er Jahre, von Scheunen ganze Fachwerkteile in einem Stück zu bergen und beim Wiederaufbau in das versetzte Gebäude zu integrieren (Scheune aus Hohensall beim Steigengasthaus). Nur kurz waren danach die Schritte zur Translozierung eines ganzen, unzerlegten Dachstuhles (Armenhaus Höslinsülz) bis zum ganzen Haus oder viel mehr "Häuschen" (Taglöhnerhaus) oder Kapelle. Beim Bahnhof gelang es, ihn stockwerksweise zu zerlegen. Beim Schulhaus kamen ganze Deckenfelder einschließlich der originalen Lehmwickel von Satteldorf nach Wackershofen. Die Scheune aus Möhring mit massiv aus Bruchsteinen gemauerten Außenwänden trat ihre Reise in "handlich" zerschnittenen Wandtafeln ins Museum an. Das schwerste Stück bisher mit 100 Tonnen Gewicht war der Mauerteil der Schafscheuer aus Gröningen, das jetzige Eingangsgebäude, das sogar einschließlich des Gewölbes über 40 Kilometer zurückgelegt hat. Die Häuses im Museum können auf ihre Art  und als Dorfensemble viele Geschichtsbilder vermitteln und strahlen eine ganz besondere Authentizität aus.

70 historische Gebäude aus fünf Jahrhunderten laden im Hohenloher Freilandmuseum dazu ein, in die Lebenswelten vergangener Zeiten einzutauchen.

Aus verschiedenen Orten der Region wurden Gebäude wie Bauern- und Hand werkerhäuser, Ställe, Scheunen und Werk stätten, Taglöhner- und Armenhaus, Kapelle, Schulhaus und Gefängnis, Bahnhof, Weinbauernhäuser, Keltern, Lagerhaus und historische Gaststätten auf das Museumsgelände umgesetzt. Originalgetreue Einrichtungen geben auf einzigartige Weise Einblicke in das Alltagsleben früherer Zeiten.

Lebendige Vergangenheit

Eingebettet in ein wunderschönes landschaftliches Umfeld liegen die Museumsgebäude, umgeben von Feldern, Obstwiesen und Gärten, die mit Nutzpflanzen alter Sorten bepflanzt sind. Bauernhoftiere historischer Rassen wie Limpurger Kühe, Schwäbisch Hällische Landschweine, Coburger Fuchsschafe, Ziegen und Federvieh vervollständigen das Bild vom ländlichen Raum in der Vergangenheit.

Aktionstage und Ausstellungen

Verbunden mit den Themen des Freilandmuseums, reicht das Spektrum vom Handwerkertag und Oldtimer-Traktorentag über Käsemarkt, Pferdetag, Pflanzenmarkt, Märchentag, Living History-Veranstaltungen und Backofenfest bis zum Schlachtfest und dem vorweihnachtlichen Markt.

Museumspädagogik

Schulkindern wird (nach Voranmeldung!) ein interessantes Programm geboten, bei dem sie Tätigkeiten aus früheren Zeiten wie Handwerk und Hausbau, Landwirtschaft, Textilverarbeitung und vieles mehr erlernen können.

Essen und Trinken

Zu regionaltypischen Speisen und Getränken lädt die Museumsgaststätte „Roter Ochsen“ ein. Auch im Imbiss im Bauernhaus aus Schönenberg werden dienstags bis samstags ab 11 Uhr Kleinigkeiten zur Stärkung angeboten. Die Besenwirtschaft im Weinbauerndorf ist sonntags ab 12 Uhr, von Mai bis Sept. auch montags ab 11 Uhr geöffnet. Darüber hinaus kann man sich im Sommerkeller jeden 1. Sonntag im Monat (Mai-Sept.), in den Sommerferien täglich bewirten lassen.

Erlebnisse und Angebote:
Nach Voranmeldung
• Geführte Erlebnis-Rundgänge mit wählbaren Themenschwerpunkten
• Mostprobe
• Bloozessen mit Getränken
• Historische Kegelbahn
• Kräuterführungen
• Museumspädagogische Projekte für Schulklassen
• Sommerferienprogramme für Kinder
• Kinderführungen (Sommerferien)

Öffnungszeiten

Saison 2020:

15. März–30. April und 1. Okt.–8. Nov. täglich außer Mo. 10–17 Uhr

1. Mai–30. Sept., täglich 9–18 Uhr.

Hohenloher Freilandmuseum Wackershofen

Moorwiesenweg 1
74523 Schwäbisch Hall-Wackershofen
Telefon +49 (0) 791 97101-0
Fax +49 (0) 791 97101-40
E-Mail info@wackershofen.de
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