Schloss Waldenburg

Schloss

"Der Balkon Hohenlohes" wird die Stadt auf den Waldenburger Bergen liebevoll genannt. Wer dort war, wird das bestätigen können. Am Rand des Berges steht das mächtige Schloss mit Blick auf die Hohenloher Ebene. Es glänzt mit Zwingmauern, Gräben, einem Bergfried und einer barocken Schlosskirche. Die Mauern des Schlosses könnten einiges erzählen. Entstanden ist die Burg zwischen dem 12. und 13. Jahrhundert. Die erste urkundliche Erwähnung der Burg Waldenburg geht auf das Jahr 1253 zurück. Seitdem dient sie der adeligen Familie Hohenlohe-Waldenburg als Sitz. 

Die Burg wurde im 16. und 17. Jahrhundert in ein Schloss umgebaut. Dank seiner dicken Mauern konnte der Bergfried nicht abgerissen werden und wurde in das Schloss integriert. Im Jahr 1791 wurde die Schlosskirche errichtet. Am Ende des zweiten Weltkrieges trafen amerikanische Truppen auf die Stadt und das Schloss Waldenburg und hinterließen große Schäden. In den folgenden Jahren begann man mit dem Wiederaufbau der zerstörten Gebäude. Dabei entdeckte man einen 65m tiefen Brunnen aus dem 15. Jahrhundert, der längst in Vergessenheit geraten war.

Heute bewohnt Friedrich Karl Fürst zu Hohenlohe-Waldenburg das Schloss und stellt im Marstallgebäude vor dem Schloss einen Teil seiner Sammlung von Urkundensiegeln aus. Neben zahlreichen Siegeln werden auch Münzen, Medaillen und Zinnfiguren ausgestellt.

Lachnersturm
Wenn man entlang der Stadtmauer zum Lindenplatz läuft, kommt man am sogenannten "Lachnersturm" vorbei. Er ist 33 m hoch und der höchste Aussichtspunkt in Hohenlohe. Nachdem man die rund 100 engen Stufen erklommen hat, entschädigt der faszinierende Ausblick über die weitläuftige Hohenloher Ebene bis zur Frankenhöhe und zum Odenwald für die Anstrengungen.

Schloss Waldenburg

Schlossstraße 16
74638 Waldenburg