Schloss Michelbach an der Bilz

Schloss

Die Geschichte des Schlosses in Michelbach an der Bilz reicht zurück in das Jahr 1609. In diesem Jahr fing der Bau des Gebäudes an, bis es 1618 weitgehend fertiggestellt war. Einzelne An- und Umbaumaßnahmen zogen sich noch einige Jahre hin. Beauftragt wurde der Bau der Schlossanlage von den Schenken zu Limpurg als Witwensitz von Agnes von Limpurg-Gaildorf-Schmiedefeld, der zweiten Gattin von Schenk Friedrich VII. Sie trat das Anwesen allerdings an ihren Sohn Wilhelm Schenk von Limpurg ab und bewohnte stattdessen lieber ihren zweiten Witwensitz in Obersontheim.

Seine Frau Dorothea zu Hohenlohe-Langenburg starb jedoch vor ihrem Mann und somit blieb der Witwensitz in Michelbach an der Bilz unbewohnt. Selbst Jahre danach stand das Gebäude noch leer, weshalb ein attraktiver Innenausbau nicht zu finden ist. Einige Zeit später zog in den Nebengebäuden die gräflich limpurgische Amts- und Forstverwaltung ein. Doch durch die wenige Nutzung der gesamten Schlossanlage fing es allmählich an zu verfallen.

Um dem gegenzusteuern richtete Reformpädagoge Ludwig Wunder bereits 1926 eine vegetarische Landheimschule ein. Von da an wurde das Gebäude als Bildungsstätte genutzt. Am Ende der NS-Zeit wurde im Jahr 1945 die Schule geschlossen. Vier Jahre später starb Ludwig Wunder. Bereits im Jahr 1946 entschloss sich die evangelische Kirche dazu, im Schloss Michelbach eine kirchliche Lehreroberschule zu gründen und führte so die Nutzung als Bildungseinrichtung fort.

Im Jahr 1951 wurde die Lehreroberschule umbenannt in eine Oberschule mit Heim. Mit einem Schulleiterwechsel im Jahr 1953 wurde aus der Oberschule mit Heim dann ein Aufbaugymnasium für Hauptschüler, die innerhalb von sechs Jahren das Abitur ablegen konnten. Das Schloss beinhaltet heute noch das Aufbaugymnasium, wurde mittlerweile um eine Realschule, eine Ganztagesschule und ein Internat erweitert.

Schloss Michelbach an der Bilz

Hagenhofweg 35
74544 Michelbach an der Bilz