Muschelkalkmuseum Hagdorn

Museum

Das Muschelkalkmuseum in Ingelfingen ist ein naturkundliches Spezialmuseum. Es zeigt anhand von Versteinerungen eine umfassende Präsentation zur Erd- und Lebensgeschichte der Triaszeit.

Auf zwei Ebenen mit einer Ausstellungsfläche von 600 m² wird auf der ersten anschaulich die Sammlung des Privatpaläontologen Dr. h. c. Hans Hagdorn gezeigt. Hagdorn, der gleichzeitig Museumsleiter ist, hat die Ausstellung konzipiert und auch gestaltet.
Die zweite Ebene präsentiert die Sammlung des Crailsheimers Werner Kugler, einem sehr erfolgreichen Sammler und Präparator, der auch Deutschlands "Saurierkönig" genannt wird. 

Ergänzt wird die Ausstellung durch lebensgroße Modelle von Sauriern, Urlurchen und Fischen aus der Triaszeit. Mitteleuropa war zeitweise vom Muschelkalkmeer überflutet und wurde dann von Sumpf- und Deltalandschaften des Lettenkeupers bedeckt. Sammel- und Forschungsobjekte sind damit die 240 Millionen Jahre alten Seelilien und Saurier, Ammoniten und Panzerlurche, Muschelriffe und Schillbänke der subtropischen Lagunen aus der Mitteltrias von Deutschland, Frankreich und Polen, aber auch aus gleichaltrigen Schichten anderer Kontinente.

Die jüngste Erdgeschichte

Ein geologisches Modell zeigt den Bau des Hohenloher Landes, die Flussgeschichte von Jagst und Kocher mit ihren Talhängen und steilen Bachschluchten. Der Rohstoffgewinnung in Vergangenheit und Gegenwart sind weitere Ausstellungsgruppen gewidmet: Dem Muschelkalk-Salz, das bis heute aus Solequellen und bergmännisch gewonnen wird, dem Gips und der Lettenkohle, vor allem aber den Bausteinen aus Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper.

Saurier, Echsen, Lurche
Die Herren des Muschelkalkmeeres waren die Nothosaurier, langhalsige Fischräuber, die bis zu 5 m Länge erreichten, die Pflasterzahnechsen und die Fischsaurier. In den Sümpfen lebten vor allem Urluche, darunter der gigantische Mastodonsaurus, das größte Amphibium, das jemals auf der Erde lebte. Auch Querkopf-Lurche wurden in Hohenlohe gefunden und sind zu bestaunen.

Buntsandstein - Muschelkalk - Keuper:
Die Triaszeit
Diagramme, Karten, geologische Profile und Aufschlussbilder umreißen die damalige Lage unseres Landes und berichten von der größten Katastrophe in der Erdgeschichte, bei der viele Tiergruppen ausgelöscht wurden und in den Ablagerungen des Muschelkalkmeeres über Jahrmillionen zu Gestein erhärtet sind.

Seeigel und Seelilien
Ein Forschungsschwerpunkt am Muschelkalkmuseum sind die Stachelhäuter aus aller Welt. Den Seelilien aus Südchina ist eine besondere Ausstellung gewidmet. Fossile Seeigel zeigen, wie sich diese Meerestiere entwickelt und an die unterschiedlichsten Lebensräume angepasst haben.

Erlebnisse und Angebote:
- Themenführungen für Erwachsene, Kinder, Schüler, Studenten
- Verbinden Sie Ihren Besuch im Museum mit einer Rundwanderung auf dem Weinbau-Lehrpfad Ingelfingen

Publikationen: HAGDORN, H. (Hrsg.) (1988): Neue Forschungen zur Erdgeschichte von Crailsheim, zur Erinnerung an Hofrat Richard Blezinger. HAGDORN, H. (2004): Das Muschelkalkmuseum Ingelfingen. (Edition Lattner) und weitere.

Öffnungszeiten Sa 14 - 16 Uhr, So 10.30 - 16 Uhr, Mi (1.5. bis 31.10.) 15 - 17 Uhr
Muschelkalkmuseum Hagdorn

Neues Schloss
74653 Ingelfingen
Telefon +49 (0) 7940 1309-22
Fax +49 (0) 7940 1309-62
E-Mail encrinus@hagdorn-ingelfingen.de
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